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NERVENKOMPRESSIONSSYNDROM / “eingeklemmter Nerv”

Beispiel Kribbeln der Hände:
Liegt ein eingeklemmter Nerv vor? Was kann ich tun?

Messung der Nervenfunktion an der Hand (NLG)

Was hat denn der Neurologe mit einem Karpaltunnelsyndrom zu tun? Das macht doch der Chirurg! Viele denken auch, daß eine Durchblutungsstörung das Problem ist, wenn die Hände einschlafen.

Tatsächlich ist das sog. Karpaltunnelsyndrom die häufigste Ursache für das Einschlafen der Hände, deutlich häufiger als ein Durchblutungsproblem oder ein Problem der Halswirbelsäule. Auch wenn im MRT der Halswirbelsäule (HWS) Veränderungen zu sehen sind, (was bei den meisten Menschen der Fall ist, ebenso übrigens wie Muskelverspannungen im Schulter-Nacken-Bereich), bedeutet dies noch lange nicht, daß diese Veränderungen auch die Ursache des Einschlafens der Hände sind.

Wichtig ist in jedem Fall (egal ob Karpaltunnelsyndrom, anderer eingeklemmter Nerv, HWS-Problem, Durchblutungsstörung), die Ursache genau festzustellen. Denn nur dann kann eine gezielte Therapie eingeleitet werden.

Ein Spezialgebiet der Neurologie ist die Messung der Nervenfunktionen, die sog. NLG und EMG-Untersuchung. Als Neurologe kann ich anhand der NLG- Untersuchung die Funktion der Nervenbahnen in Hand und Arm messen. So können folgende Fragen genauer beantwortet werden:

Liegt ein eingeklemmter Nerv vor? Wenn ja, welcher Nerv und wo? Ist die Ursache ein Karpaltunnelsyndrom? Ein anderes Nervenengpaßsyndrom („eingeklemmter Nerv“)? Oder kommen die Beschwerden nicht doch von der Wirbelsäule?

Bei Karpaltunnelsyndrom: Liegt eine Nervenfunktionsstörung vor? Ist diese leicht, mittel- oder höhergradig? Drohen bleibende Ausfallserscheinungen? Muß operiert werden? Gibt es ein Zeitfenster für nicht-operative Therapien? Welche Therapieschritte gibt es? usw

 

Warum also nochmals zum Neurologen wegen Einschlafen der Hände?

Als Neurologe verfüge ich über die Untersuchugnsmöglichkeiten, um die oben genannten Fragen zu beantworten. Dies ist wichtig für die Diagnosestellung und Therapieplanung. Wichtig ist in meinen Augen nicht die Frage “wer kann alles?” oder “wer kann alles am Besten?”, sondern wer kann einen Beitrag dazu leisten, damit am Ende die einzelnen Puzzlestücke von Diagnose und Therapie ein komplettes und stimmiges Bild ergeben. Ich lege an dieser Stelle – natürlich nur sofern gewünscht – großen Wert auf eine gutes „teamplay“, eine gute Absprache der Befunde mit dem Behandlungsteam (d.h. mit allen mitbehandelnden Kollegen, Hausärzten, Handchirurgen, Neurochirurgen, Orthopäden, auch Physiotherapeuten, Osteopathen usw.).

Wie genau eine neurologische Untersuchung bei V.a. eingeklemmten nerv (am Beispiel Karpaltunnelsyndrom) abläuft, erfahren Sie hier